Die Rede vom Kampf gegen den Klimawandel ist unsinnig

Die Rede vom Kampf gegen den Klimawandel ist unsinnig

Wir alle sind mindestens drei vitalen Bedrohungen ausgesetzt: Erderhitzung, Atomunfall, Atomkrieg aus Versehen. Alle drei sind gleichermaßen furchtbar bedrohlich. Doch zwei von ihnen erreichen das öffentliche Bewusstsein kaum. Von einem Atomunfall und noch weniger von einem versehentlich  ausgelöstem Atomkrieg ist kaum die Rede. Anders mit der Erderhitzung. Wie wird auf sie Bezug genommen? Man rüstet verbal auf. Man erklärt der Erderhitzung den Krieg. Man spricht von einem Kampf gegen den Klimawandel. Man rüstet metaphorisch auf, um politisch untätig zu bleiben. Man schützt Kampf vor, um nichts Relevantes zu leisten. Deshalb ist es abwegig, hierbei von Kampf zu reden. Wer auch sollte der Feind sein, außer wir selbst, die nach wie vor steigenden Hyperkonsum wollen? Eine Gegenprobe zeigt unsere Unaufrichtigkeit: Bei Atomunfällen und bei Atomkrieg aus Versehen entfällt die Kampf-Rhetorik. Ein Kampf gegen Atomunfälle oder gegen einen Atomkrieg würde Atomkraftwerke oder Atomraketen beschädigen und die gefürchtete Verstrahlung erzeugen, die man vermeiden möchte.

Literatur

J. Franzen, Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen? Gestehen wir uns ein, dass wir die Klimakatastrophe nicht verhindern können, Hamburg 2020

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