Ovids Kritik am Falschgold seiner Zeit

Ovids Kritik am Falschgold seiner Zeit

In der Zeit der römischen Literatur zur Zeit des Augustus, als die Republik fortbestand, jedoch faktisch eine geschickt verdeckte Militärdiktatur herrschte, in der nach dem Willen des Augustus jene mythische Fülle eines Goldenen Zeitalters neu erblühen sollte: In einer solchen Zeit wagte der Dichter Ovid zwei Zeilen, die das Falschgold seiner Zeit und künftiger kulturpolitischer Vernebelungen entzaubern sollten:

Goldig sind wahrhaft nun die Zeiten. Das höchste Amt wird
für Gold verkauft, mit Gold verschafft man sich Liebe.

(Aurea sunt vere nunc saecula: plurimus auro
Venit honos, auro conciliator amor.)1

1 Ovid, Ars amatoria, (2. 277f.) zitiert nach: M. Kasper, Reclams lateinisches Zitaten-Lexikon, Stuttgart
2003, 43. Ovid lebte von 43 v. u. Z. bis 17 n. u. Z.

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